SoNah

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Gestartet wurde mit der einfachen Hilfe bei der Parkplatzsuche, heute liegen IoT-Infrastrukturprojekte im Fokus der Gründer.

Thomas Grimm, gelernter Wirtschaftsingenieur, ist Gründungsmitglied von SoNah – eines im Juli 2016 deutschen Start-ups. Begonnen hat alles mit einem Smart-City-Wettbewerb und gemeinsamer Ideenfindung mit seinen Studienkollegen Victor ter Smitten (27) und Christian Bartsch (23).  Als Ergebnis ihrer Treffen hatte das Gründertrio bereits vor der offiziellen Ausschreibung die passende Idee parat: eine user-und kontextdatenbasierte Parkplatzsuche-App. Doch noch während des Wettbewerbs stellte sich heraus, dass man mit diesem Konzept keinen großen Wurf landen wird. Die Prognose mittels Daten von Parkuhren, Carsharing-Diensten oder simplen lokal-demografischen Merkmalen ist zu ungenau, die nötige Userbase für einen aktiven GPS-Tracking-Ansatz fast nicht zu erzielen. Um verlässliche Daten zu bekommen, konnten sie sich also nicht auf Dritte verlassen, und so begannen sie mit dem Bau optischer Sensoren. Zur Verbreitung verfolgte man eine smarte Strategie: Man erweiterte das Geschäftsfeld von B2C um B2B und platzierte die Sensoren an den Glasfronten von Einzelhändlern. Jeder freie Parkplatz wird dem User mit der passenden Werbung in der App angezeigt. Die Gewinnmargen passten, doch die Skalierbarkeit stieß an ihre Grenzen. Die aufkommende Umrüstung auf LED-Straßenlaternen brachte schließlich den finalen Einfall: eine B2G-Lösung muss her. Durch ein Netz an Sensoren will man Kommunen weit mehr als nur die Parkplatzsuche bieten. Ihre Plattformarchitektur erlaubt die Entwicklung von Anwendungen wie Schlaglochdetektion, Verkehrsflussmessung oder Energieeinsparung durch intelligente Bewegungsmeldung. All dies brächte Kosteneinsparungen, an denen man anteilsmäßig partizipieren möchte. Damit das gelingt, arbeitet SoNah derzeit mit Automobilherstellern an Pilotprojekten.

Autor: Moritz Schuh

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